Kraftzentrale Wald und Wiese

Wilma Kreß (links) und Helga Link

Ausnahmslos weibliches Publikum nutzte das Kursangebot „Waldbaden und Wildkräuter“ im Natur- und Erlebnisdorf Weichersbach. Die Premiere des neuen Angebots fand Corona gerecht mit Abstand und negativem Testnachweis im Schulwald statt.


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Das Vorstandsmitglied des Fördervereins Schulbauerndorf Weichersbach e.V., Erhard Belz, begrüßte die Damen an der hiesigen Schutzhütte und freute sich über die gute Resonanz. Die war mit Sicherheit auch den beiden Kursleiterinnen Wilma Kreß aus Weichersbach und Helga Link aus Vollmerz geschuldet. Dem Förderverein war es gelungen, die beiden Fachfrauen zu Themen Waldbaden und Wildkräuter zu engagieren. Eine gelungene Kombination wie sich herausstellt. Nach der Begrüßung und einer kleinen Vorstellungsrunde war die Schutzhütte im Schulwald Start- und Endpunkt einer Wanderung, die Wald und Wiese als Kraftzentrale für Körper und Geist zum Thema machte.

Wilma Kreß, Heilpraktikerin und Betreiberin der Naturheilpraxis mit Sitz in Sterbfritz, bediente den Part Waldbaden. Nehmen wir es gleich vorweg: Das Umarmen von Bäumen gehörte nicht dazu. Im Focus des Waldbadens stand mehr die bewusste Wahrnehmung der Natur mit ihren vielfältigen Geräuschen und Gerüchen, sowie die Heilkraft der Bäume. So verweilte die Gruppe an einem Gewässer und konnte sich mit geschlossenen Augen „erden“. „Wer sich in der freien Natur öffnet“, so Wilma Kreß, „merkt wie neue Kraft in den Körper strömt.“

Den Part „Wiese“ mit der Heilkraft der Wildkräuter, übernahm Helga Link, die auch in Vollmerz ihren Kräuterladen „Löwenzahn“ betreibt. Auf der gesamten Stecke des Rundweges wurden zahlreiche Wildkräuter gefunden, die zum Erstaunen der Teilnehmerinnen größtenteils gleich für den Verzehr geeignet waren. So lautete die Empfehlung von Frau Link auch, Wildkräuter möglichst zeitnah bestimmten Gerichten, z.B. einer Suppe, zu zuführen, damit diese „ihre volle Power“ entfalten können. Helga Link: „Von Frühjahr bis Herbst kann man die Gelegenheit nutzen, Wildkräuter zu sammeln. Gerade die aus dem Sinntal sind unbelastet und dienen somit der Gesundheitsvorsorge bzw. der Heilung oder Linderung mancher Erkrankung“. So stärkt beispielsweise der „Aufrechte Günzel“ aufgrund seiner Gerbstoffe das Immunsystem. Frau Link: „Ein nicht zu verachtender Aspekt in Zeiten einer Pandemie“.

Abschluss des hochinformativen Rundganges war, mit Abstand versteht sich, der Verzehr diverser Kräuter-Dips. Alle Damen erhielten zudem eine Teilnehmerurkunde und bekundeten Interesse, auch am nächsten Kurstermin wieder teilnehmen zu wollen.

RÜCKBLICK „Waldbaden und Wildkräuter“ am 26.04.2021