Natürliches Brot selber backen

„Vom Korn zum Brot“ war das Thema eines neuen Kurses im Schulbauerndorf Weichersbach. Die angehenden Brotbäcker aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis machten sich kundig in der Herstellung von Brotteig nur aus Roggen- und Dinkelmehl, Wasser und Salz – ganz ohne weitere Zutaten.

Jochen Deuker in Aktion

Veranstaltungsort war der heimische Ofen des Kursleiters Jochen Deuker. Der Eigenbau im Carport, selbstverständlich schornsteinfegergeprüft, leistete gute Dienste. Nach Begrüßung und Unterweisung in die geltenden Corona-Regeln wurde unter Anleitung des leidenschaftlichen Hobbybäckers und seiner Assistentin Annabella der Brotteig hergestellt. Um auf weitere Zusatzstoffe zu verzichten, war ein Bestandteil der Zutaten Natursauerteig. Der aus Roggenmehl und Wasser hergestellte Teig war bereits einige Tag zuvor angesetzt worden. Dieser Umstand verleiht dem Brot seinen einzigartigen Geschmack und Bekömmlichkeit. Durch das Aufgehen des Brotes ohne Zusatzstoffe wie Hefe oder Triebmittel entsteht letztlich ein „natürliches“ Brot.

Nach dem Kneten des Teiges durch die Teilnehmer erhielt dieser die notwendige Teigruhe, um zu entspannen und die Strapazen des Knetens zu verkraften. In der Zwischenzeit war heiteres Getreidesorten-Raten aus heimatlicher Erzeugung angesagt.

Im Anschluss waren die Teilnehmer gefordert den Brotteig zu wirken, d.h. unter bearbeiten des Teiges mit der Hand diesem Spannung zu verleihen und dadurch das Zerfließen des Teiges beim Backen zu verhindern. Hier bestand die Möglichkeit, je nach eigenem Belieben den Brotteig mit Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Sesam oder Leinsamen zu verfeinern. Der nun gewirkte Brotteig wurde zum Gehen, vergrößern seines Volumens, in Gärkörbchen abgelegt und nach Erreichen der richtigen Backtemperatur von 220 C° in den Holzbackofen eingeschossen.

Führung durch die Biemühle

Die Zeit bis zum fertigen Brot wurde durch eine Stippvisite in die Biemühle genutzt. Neben Informationen zur Geschichte der historischen Wassermühle wurde von den Besitzern, Siglinde Heil-Dorn und Helmut Dorn, im Rahmen eines „Stubendurchgangs“ der aufwendige Prozess der Mehlproduktion erläutert. Vor Ort befindliche Handmühlen zeigten den Teilnehmern auch, dass ohne Muskelkraft kein Korn zu Mehl wird.

Nach dem Verzehr der mittlerweile bekannten Weichersbacher Kartoffelsuppe, von Caterer Alfred Appel zubereitet, ging es zurück in die Backstube. Dort warteten bereits die duftenden Brotleibe, die im Holzbackofen ca. 50 Minuten gebacken worden waren, auf ihre Produzenten. Alle Freizeitbäcker nahmen die selbst hergestellten noch warmen Brotleibe stolz in Empfang und betonten in einer Abschlussrunde den Erfahrungs- und Erlebnischarakter des neuen Kurses.

Die nächste Veranstaltung dieser Art ist am 30.04.2022 geplant und kann nach Freischaltung des Angebotes über die Webseite der Bildungspartner MKK gebucht werden.

RÜCKBLICK „Backkurs: Vom Korn zum Brot“ am 30.10.2021