sbdsf-079Die hohe Kunst des Schmiedens

Zu den Berufen, die sich jahrhundertelang als unentbehrliche Helfer der Landwirtschaft und des Bauerntums erwiesen, gehörten die Schmiede. In der Werkstatt des Schmieds ließ der Großbauer damals die Pferde beschlagen oder der Kleinbauer der Kuh ein Eisen auflegen. Hier holten sich die Wagenbesitzer ihre Beschläge, die Holzfäller ihre Äxte und die Bauern Sensen und Sichel.

Der Mittelpunkt der Schmiede war stets das Schmiedefeuer. Die Eisenstücke wurden in den Holz-, später Steinkohlen der Feuergrube durch mächtige Blasebalge zur Rot- oder gar Weißglut gebracht. Daher wohl auch der Spruch genervter Eltern bis zum heutigen Tag: „Bringt mich nicht zur Weißglut“. Auf dem Amboss bearbeitete der Schmied mit Zange und Hammer kleinere Eisenstücke, bei größeren drehte und wendete er das glühende Werkstück. Ein faszinierendes Erlebnis für jeden Beobachter.

Schmiedemeister Hans-Georg Glock, unsere „Schmidje“ aus Weichersbach, hält die Tradition des Schmiedens bis zum heutigen Tag aufrecht. Wer will, kann ihn nach Absprache in seiner Bauschlosserei besuchen und sich in die hohe Kunst des Schmiedens einweisen lassen.

Kontakt:
Familie Frings, Neumühle 6
36391 Sinntal – Weichersbach
Tel. 06664 91 93 25
frings@schulbauerndorf.de

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