OLYMPUS DIGITAL CAMERAHofladen Deuker: Alles Wurst

In den 1980er Jahren wagte Metzgermeister Fred Deuker einen folgenreichen Schritt. Er strukturierte den väterlichen Geflügelhof um und machte sich 1988 selbstständig. Er entschied sich dafür nicht irgendein landwirtschaftliches Unternehmen zu gründen, sondern verschrieb sich einer besonderen Philosophie.

Im Vordergrund dieser, seiner Philosophie, steht eine geschlossene Produktionskette in Verbindung mit der Selbstvermarktung der erzeugten Produkte. Dies bedeutet, dass sowohl das Futter für die 250 Mastschweine und 25 Milchkühe mit eigener Nachzucht, als auch die Zutaten für die Brotprodukte selbst angebaut und geerntet werden. Außerdem wird selbst geschlachtet. Der Hofladen bietet somit durch und durch Weichersbacher Erzeugnisse zum Kauf an. Dass schätzen auch die Kunden. Der überregionale gute Ruf der Deukers hat dazu geführt, dass ihre Waren sogar bis nach Frankfurt verkauft werden.

Für das reibungslose Funktionieren des Familienbetriebs sorgt neben Fred Deuker auch sein Sohn Jens. Er ist der Juniorchef des Unternehmens, hat 2001 seine Lehre dort begonnen und ist seit 2003 Metzgermeister wie sein Vater. Auch Freds Frau Monika und die Töchter Elena und Clarissa sind wichtige Stützen des Betriebs und behalten den Überblick, wenn vor allem freitags und samstags im Hofladen Hochbetrieb herrscht.

Karin Herbst 2010 038Fam. Ape: Rinderzucht mit EU-Zulassung

Schon in den 70er Jahren wurden von Konrad Ape auf der Neumühle Rinder gemästet. Im Jahr 1994 übernahm Apes ältester Sohn Richard den Hof und im Laufe der Jahre wuchs der landwirtschaftliche Betrieb auf circa 100 Hektar Fläche an. Der Tierbestand vergrößerte sich auf mehr als die doppelte Anzahl von Rindern, Bullen und Milchkühen – von 60 auf 150 Tiere. Es folgte die Installation von Fotovoltaikanlagen auf dem Stallgebäude auf der Neumühle und auf der Maschinenhalle in der Schulwaldstraße.

Als die Nachfrage nach Rindfleisch größer wurde, mussten die Räumlichkeiten zum Schlachten verbessert werden, so dass die Familie im Jahr 1998 in der Schulwaldstraße eine Schlachtstätte errichtete. Aus der Vergrößerung der ehemaligen Waschküche entstand das neue Schlachthaus. Nachdem Richard Apes Bruder Friedel eine Metzgerlehre absolvierte, übernahm er die Verantwortung für die Schlachtungen auf dem Hof der Familie. Unterstützt wird er dabei von seiner Frau Manuela. Schwägerin Karin sorgt für den Verkauf und die Buchführung des Familienbetriebs. Zu der Rinderzucht wurden bald auch Schweine gehalten. Im März 2010 folgte die EU-Zulassung für den Schlachtbetrieb.

Der Verkauf von Wurst und Fleisch erfolgt direkt vom Hof. Im Laufe der Zeit beschränkte sich der Kundenkreis nicht mehr nur auf den Ort, sondern es kamen auch Kunden aus Fulda, Hanau, Thüringen, Bayern und sogar Österreich hinzu.

Unser Bild zeigt Manuela und Friedel Ape bei der Bratwurstproduktion.